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Murellen
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Projekttitel:
von Rechts wegen
Ort, Zeit:
Berlin / Charlottenburg, 2000
Projektinformationen:
Das Projekt umfasste eine künstlerische Recherche, die zu einer Ideenskizze für ein Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS - Militärjustiz am Murellenberg führte. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin hatte einen geladenen künstlerischen Wettbewerbs ausgelobt.
Hintergrund: In der Zeit zwischen August 1944 und April 1945 wurden in Berlin am Hang des Murellenberg auf dem Gelände der Wehrmacht (heute Polizeischule) mehr als 232 Personen von Kriegsgerichten verurteilt und erschossen. Darunter waren als solche bezeichnete Deserteure, Plünderer, Wehrkraftzersetzer sowie Denunzierte, Verweigerer oder Zivilisten. Erst nach langem Ringen hat sich Ende der 1990iger Jahre in Deutschland die Position durchgesetzt, dass die Kriegsgerichte der Wehrmachtsjustiz als "Terrorjustiz" einzustufen sind.
In der Recherche untersuchte die Künstlerin u.a. die Beziehungen zwischen Staatsgewalt (Exekutive), Rechtssprechung (Judikative) und Staatsbürgern vertreten durchs Parlament (Legislative). Als Ergebnis skizzierte sie einen dialogischen Prozess zwischen Polizei (Polizeischülern) - Justiz (Jurastudenten) - Staatsbürgern (Interessierte).
Sicherstellungsbeauftragte:
Doris Koch
Tauschwertfindung:
Der Tauschwert "Indiz gegen Kochscheine" wurde ermittelt, indem die Anzahl der sichergestellten Objekte pro Vorgang mit dem Faktor 3 multipliziert, das Ergebnis durch die Zahl 9 geteilt und auf oder abgerundet wurde.